Hochzeitstorte Backen

Eine Hochzeitstorte backen und gestalten

Eine Hochzeitstorte zu backen ist die hohe Schule der Backkunst für ambitionierte Hobby Bäcker. Wer gerne bäckt, das eine oder andere gute Rezept schon mehr als einmal ausprobiert hat und Freude am Dekorieren und Gestalten hat, für den ist eine schöne Torte für die Hochzeitstafel eine Herausforderung, die er durchaus meisten kann. Eine Hochzeitstorte zu backen ist nicht einfach. Mit der richtigen Planung lässt sich das Ziel jedoch erreichen.

Vorkenntnisse helfen

Hochzeitstorte

Eine Hochzeitstorte wird meist originell und aufwändig gestaltet. Das anspruchsvolle Äußere lässt viele vor der Aufgabe zurückschrecken. Wer eine mehrstöckige Hochzeitstorte in einer Konditorei kauft, muss allerdings sehr viel Geld dafür bezahlen. Dabei sind es gar nicht die Zutaten, die so teuer sind. Hochzeitstorten sind deshalb so kostspielig, weil sogar ein professioneller und sehr erfahrener Konditor eine Menge Arbeit in den pompösen Hochzeitskuchen investieren muss. Eine Torte mit drei bis fünf Etagen kann schnell 300 Euro kosten. Ein Grund mehr, keinen Hochzeitskuchen zu bestellen, sondern sich beim Hochzeitstorte backen selber zu behelfen. Am besten vorbereitet sind Freizeitköche, die schon mal die eine oder andere Motivtorte gebacken haben. Denn in der Art und Weise des Vorgehens und im zeitlichen Aufwand gleichen sich die beiden Arten von Torte. Bei ihnen spielt die Dekoration eine große, wenn nicht sogar die entscheidende Rolle. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Hochzeitstorte aus mehreren Etagen zusammengesetzt wird.

Hochzeitstorte selber backen
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Eine Hochzeitstorte selbst zu backen ist die hohe Schule der Backkunst.

Einen Zeitplan erstellen

Eine Hochzeitstorte backen geht nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen. Genügend Zeit spielt eine große Rolle. Am besten beginnt man bereits vier Wochen vor dem großen Tag. Das ist der beste Zeitpunkt, die Hochzeitstorte zu entwerfen. Dazu gehört, die Form und Größe und ihren Aufbau festzulegen. Auch Gedanken über die Kuchenbasis und die einzelnen Füllungen macht man sich am besten vier Wochen vor der Hochzeit. Das ist auch die Zeit, sich Dekorationen auszudenken. Drei Wochen vor der Hochzeit kann man sich auf den Weg machen und die Materialien, die für den Unterbau und das Gestell der Torte wichtig sind, besorgen. Entsprechend der ausgewählten Rezepte ist es nun auch an der Zeit, Listen für die Zutaten zu schreiben.

Drei bis vier Tage vor dem Hochzeitstag kann dann begonnen werden, die Kuchenbasis bzw. die Böden zu backen. Selbst Gebackenes braucht immer etwas Zeit, um zu ruhen. Vor allem Böden aus Biskuit und aus Mürbeteig lassen sich nach ein bis zwei Tagen viel problemloser verarbeiten. Ein bis zwei Tage vorher werden die Böden mit den unterschiedlichsten leckeren Cremes und Füllungen gefüllt. Dabei unbedingt auf die Haltbarkeit der Füllungen achten und die gefüllten Böden richtig gut durchkühlen. Ein Tag vorher werden die mehrstöckigen Torten aufgebaut. Das Gestell kann schon viel früher zusammengesetzt werden. Eine Konstruktion muss die Torte gut halten können und am besten so in die Hochzeitstorte integriert werden, dass sie unsichtbar bleibt. Am Tag vor der Hochzeit wird die Torte noch liebevoll dekoriert. Figuren, Blätter und Blüten aus Marzipan oder Fondant können schon einige Zeit vorher geformt werden. Denn die Zuckermasse ist haltbar. Außerdem schafft das genügend Zeit, nicht ganz so perfekten Marzipanfiguren zu entsorgen und es noch einmal zu versuchen.

Form und Größe müssen passen

Von der Hochzeitstorte will jeder Gast gerne naschen. Hochzeitstorte zu backen heißt also auch, genügend von der Leckerei herzustellen. Pro Gast rechnet man insgesamt etwas mehr als ein Stück. Um ganz sicher zu gehen, nimmt man also die Zahl der Personen an der Kaffeetafel mal 1,2. Dann wird schnell klar, wie viele Stücke die mehrstöckige Torte hergeben muss. Meistens gibt es noch anderen Kuchen auf dem Kaffeetisch, so dass niemand leer ausgeht. Um alle Gäste glücklich zu machen, kann man auch zusätzlich kleine Hochzeitsmuffins backen, die in Form, Farbe und Verzierung der Torte ähneln. Dann hat keiner der Gäste das Gefühl, dass er leer ausgegangen ist.

Weil die Hochzeitstorte aus mehreren Ebenen besteht, gibt sie übrigens auch pro Ebene eine unterschiedliche Anzahl von Tortenstücken her. Der obere Teil der ist am kleinsten. Mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern erhält man hier etwa 8 Stücke. Bis zu 16 Stücke ergibt der mittlere Teil der Hochzeitstorte, wenn er etwa 26 Zentimeter im Durchmesser ist. Große Tortenformen ergeben zwischen 24 und 36 Stücke. Solche Faustformeln sollte jeder kennen, der eine Hochzeitstorte backen möchte. Bei einer großen Anzahl von Gästen geht man am sichersten, wenn man eine eckige Torte mit mehreren Ebenen backt. Daraus lässt sich einfacher eine große Zahl von Teilen schneiden.

Viele leckere Varianten

Was die Kuchenbasis der Hochzeitstorte betrifft, gibt es eine große Zahl von Varianten. Sehr beliebt ist der klassische Biskuitteig. Auch ein Kuchen aus Rührteig kann Verwendung in der Hochzeitstorte finden. Der untere Teil einer Torte aus mehreren Etagen sollte der Sicherheit wegen aus einem festeren Kuchen bestehen. Dafür lässt sich etwa ein Baumkuchen gut nutzen. Auch eine Sachertorte hat die nötige Konsistenz, die ein Zusammenrutschen der einzelnen Etagen verhindert. Luftigerer Teig eignet sich für die oberen Teile. Ein leckerer Biskuitboden mit Füllung ist hier bestens geeignet.

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