Hochzeitszeitung

Ideen und Tipps zum Erstellen

Einer Hochzeitsfeier die Krone aufsetzen - dieses Ziel verfolgt eine eigens für dieses Ereignis erstellte Hochzeitszeitung. Die Planung für diese Zeitung sollte so frühzeitig wie irgend möglich begonnen werden, denn es müssen viele Fakten, Bilder, Geschichten, Bonmonts usw. zusammengetragen werden. Nicht nur über das Brautpaar, sondern über jeden der geladenen Gäste.

So fängt es an

Weil man als Redakteur dieser Zeitung nicht alle Gäste persönlich kennt, bittet man so früh wie möglich die Familie, die Freunde und die Bekannten des Brautpaares, einen kleinen Beitrag für das Gelingen dieser Zeitung zu liefern. Je früher die Beiträge eintreffen, je weniger hektisch kann die eigentliche Erstellung der Hochzeitszeitung ablaufen. Wenn das von der Familie und den Freunden gelieferte Material vorliegt, muss es gesichtet, sortiert und in Prosa und Poesie gebracht werden. Immer wieder schön ist es, jeden der anwesenden Gäste mit einem kleinen Vers oder Spottreim zu bedenken. Hier allerdings ist Fingerspitzengefühl gefragt. So ein Vers oder Spottreim soll zwar witzig und kann auch etwas frech sein und die Eigenarten dieser Person auf den Punkt bringen. Niemals darf er aber verletzend sein.

Beginnen sollte die Hochzeitszeitung mit den Bildern des Brautpaares und den Daten der Hochzeit. Dann kann eine Rede der oder des Trauzeugen folgen. Nun vielleicht ein Hochzeits ABC. Danach werden einige Sketche zur Hochzeit eingebaut, genauso wie ein Ehebarometer mit den entsprechenden frech-fröhlichen Texten. Die kleinen Gedanken zur Hochzeit und was man vor der Ehe wissen muss, gehören ebenfalls in eine Hochzeitszeitung. Und immer wieder können heitere Lieder oder Sketche eingebaut werden. Ein besonderer Spaß ist immer wieder ein nach Shanty-Art vorgetragenes Lied. Ein Gast fragt z.B., liebes Brautpaar, wo habt Ihr Euch kennen gelernt? Und alle Gäste singen im Chor - Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, ob du ein Mädel hast oder hast keins. Passende Fragen mit den entsprechenden Liedtexten fallen den Mitwirkenden sicher viele ein. Dazwischen können immer die kleinen Spottverse über die einzelnen Hochzeitsgäste vorgetragen werden, vielleicht angelehnt an die Sitzordnung dieser Hochzeit. Zwischen die ganzen Texte werden immer wieder passende Fotos oder gezeichnete Bilder gesetzt. Das gibt der Zeitung erst das richtige Aussehen.

Tipps für die Erstellung der Zeitungs-Exemplare

Wenn alle Texte, alle Verse, alle Sketche, alle Lieder und Bilder montiert oder eingescannt sind, geht es an den Druck der Zeitung. Jedes Exemplar kann nun einzeln und möglichst in Farbe ausgedruckt werden. Wenn sehr viele Exemplare benötigt werden, ist es vielleicht ratsamer, diese in einem preisgünstigen Copyshop kopieren zu lassen. Als Bindung eignet sich eine einfache Fadenbindung, d.h. die Blätter werden gelocht und dann mit einem schönen Zierband zusammengebunden. Es können die Blätter aber auch zusammengeheftet werden. Beides kann man selbst Zuhause machen. Ein farblich passendes Textilklebeband lässt die Heftklammern verschwinden und gibt der Zeitung ein professionelles Aussehen. Eine in den Copyshops angebotene Spiralbindung oder Klebebindung ist teuer und eigentlich nicht notwendig. Wie viele Exemplare der Zeitung benötigt werden, ist von der Zahl der Gäste abhängig. Pro Paar und pro Familie rechnet man ein Exemplar. Natürlich dürfen das Brautpaar und die Brauteltern nicht vergessen werden. Ein grober Richtwert für die benötigten Exemplare ist es, die Hälfte der Zahl der geladenen Gäste anzusetzen.

Die Zeitung nicht zu früh verteilen, sondern erst dann, wenn die Ansprache gehalten wird, Sketche vorgetragen werden sollen oder das Mitmachen der Gäste gefragt ist.

Schon bei der Erstellung dieser Hochzeitszeitung sollte daran gedacht werden, dass sie einen großen und lieben Zweck erfüllen soll. Sie soll das Brautpaar in Erinnerung an diesen Tag immer wieder neu verzaubern. Sie bringt fast vergessene Vorkommnisse, Anekdoten und Bilder wieder in Erinnerung. Die Sketche, Vorträge und Lieder sorgen für eine gehobene Stimmung und herzhafte Lacher unter allen Gästen und dient später auch ihnen als Erinnerung an eine fröhliche Hochzeit. Eine gelungene Hochzeitszeitung ist das i-Tüpfelchen einer Hochzeit.

Welche Herstellungsvariante ist richtig

Auf diese Frage gibt es keine verbindliche Antwort. Sie ist abhängig von verschiedenen Faktoren, Wünschen und Vorstellungen. Die gute alte Sitte eine Hochzeitszeitung individuell und im engen Familien- und Freundeskreis nach eigenen Vorstellungen zu schreiben und das Layout der Seiten selbst zu gestalten, wird langsam verdrängt von den Angeboten professioneller Ersteller von Zeitungen zur Hochzeit, Silber- oder Goldenen Hochzeit. Es gibt auch bereits Programme, mit denen man selber eine professionelle Zeitung erstellen kann. Es gibt aber auch Profis, die anhand der gelieferten Daten, Fakten und Hintergründe eine komplette Zeitung für jede Hochzeit erstellen. Es hat den Vorteil, dass nur noch die persönlichen Daten und Texte zusammengetragen werden müssen. Alles Weitere übernimmt der Profi. Für was für eine Variante sich die Planer einer Hochzeitszeitung entscheiden, ist abhängig von verschiedenen persönlichen Fakten. Während die eigenhändig erstellte Zeitung einen viel intensiveren, persönlich erbrachten Freundschaftsdienst darstellt, hält eine abgegebene Arbeit viel Zeit frei für andere Dinge. Die erste Variante ist ein ganz persönlicher, relativ kostengünstiger und nur fast professioneller Dienst der Familie und der Freunde. Die zweite Variante ist nicht so kostengünstig, aber das Endergebnis ist mit Sicherheit professionell.

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