Bei einer Hochzeit mit 20 bis 40 Gästen bleibt Zeit für Gespräche und ein gemeinsames Essen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch Musik und Tanz einplanen. Legt vor der Suche nach Räumen und Dienstleistenden drei Punkte fest: den Gästekreis, euer Gesamtbudget und die Atmosphäre, die ihr euch für den Tag wünscht.
Plant alle Ausgaben im Gesamtbudget ein und behaltet eine Reserve zurück. Entscheidet dann, wofür ihr Geld ausgeben möchtet: für ein langes Menü, eine besondere Location, Musik oder eine Feier an zwei Orten. Diese Entscheidungen bestimmen, welche Räume und Leistungen zu euch passen.
Erst die Wünsche, dann die Buchung
Weniger Gäste senken die Kosten nicht immer im gleichen Maß. Raummiete, Technik und Personal fallen häufig unabhängig von der Gästezahl an. Manche Anbieter berechnen eine bestimmte Zahl an Menüs oder Getränkepauschalen, auch wenn weniger Gäste teilnehmen. Der Landgasthof Hofmeier berechnet laut seiner Bankettmappe für 2026 beispielsweise mindestens 40 Menüs, auch wenn weniger Personen teilnehmen (Bankettmappe des Landgasthofs Hofmeier).
Fragt vor der Buchung nach Mindestpersonenzahl, Mindestumsatz und Nutzungsdauer. Mindestumsatz bedeutet, dass ihr mindestens den vereinbarten Betrag für Speisen und Getränke ausgeben müsst. Klärt auch, ob Aufbau, Abbau und eine Verlängerung der Feier im Preis enthalten sind oder zusätzlich kosten.
Trauung und Feier getrennt prüfen
Prüft Trauort und Feierlocation getrennt. Das Standesamt braucht genügend Sitzplätze für die Trauung. Die Feierlocation braucht zusätzlich Platz für Tische, Servicewege und das geplante Programm, etwa Musik oder Tanz.
Trauräume bieten unterschiedlich viele Sitzplätze. Berlin weist beispielsweise Trauorte mit 20 und mit 40 Sitzplätzen aus (Übersicht der Berliner Trauorte). Finden Trauung und Feier an verschiedenen Orten statt, plant Fahrzeit, Parkplätze und einen klaren Übergang für eure Gäste ein.
Die Gästeliste richtig zählen
Bei einer Hochzeit mit 20 bis 40 Gästen zählt das Hochzeitspaar meist nicht mit. Für Essen und Getränke plant ihr daher mit 22 bis 42 Personen, wenn alle zugesagt haben. So vermeidet ihr Missverständnisse bei Angeboten von Restaurants, Caterern und Locations.
Zählt getrennt, wer zur Trauung, zum Empfang und zum Essen kommt und wer übernachtet. Manche Gäste kommen nur zur Trauung, andere essen mit, übernachten aber nicht. Fragt beim Standesamt und bei der Location, ob die angegebene Kapazität euch als Paar einschließt. Berücksichtigt dabei auch Kinder, fest eingeladene Begleitpersonen und Menschen mit notwendiger Assistenz, denn für Raumgröße und Verpflegung zählt jede anwesende Person.
Einladungen klar begrenzen
Erstellt zunächst getrennte Wunschlisten. Legt danach gemeinsame Kriterien fest, etwa persönliche Nähe und regelmäßigen Kontakt. So entscheidet ihr bewusst, wen ihr einladet, statt die Liste aus Pflichtgefühl oder wegen früherer Einladungen wachsen zu lassen.
Klären solltet ihr vor dem Versand auch, ob Kinder und Begleitpersonen eingeladen sind. Nennt auf jeder Einladung die eingeladenen Personen eindeutig und bittet bis zu einem festen Termin um Rückmeldung. Danach lassen sich Sitzplätze, Mahlzeiten und Übernachtungen verlässlich planen.
Auch bei einer kleinen Gästeliste sind Nachfragen aus der Familie möglich. Sprecht früh darüber, wie ihr damit umgeht. Fragt jemand nach, erklärt freundlich, dass ihr bewusst im kleinen Kreis feiert. Einzelne Beziehungen müsst ihr weder vergleichen noch ausführlich begründen.
Das Budget konkret berechnen
Für eine Hochzeit mit 20 bis 40 Gästen gibt es keinen belastbaren deutschen Durchschnittspreis. Branchenberichte wie der Bridebook Wedding Report 2026 bündeln Feiern unterschiedlicher Größen und Ausstattungen. Der dort genannte Durchschnitt von 17.006 Euro ordnet allgemeine Ausgaben ein, ersetzt aber keinen Kostenvoranschlag für eine kleine Feier.
Rechnet mit vier Bausteinen:
Gesamtkosten = feste Kosten + Verpflegung + Zusatzleistungen + Reserve
Feste Kosten bleiben unabhängig von der Gästezahl gleich. Dazu gehören etwa Raummiete oder ein fest vereinbarter Umfang für die Fotografie. Verpflegung umfasst Menüs, Getränke und gegebenenfalls Service pro Person. Zusatzleistungen wie Technik, zusätzliche Personalstunden oder eine Verlängerung der Feier kommen je nach Angebot hinzu. Rechnet die Reserve auf die Zwischensumme.
Mindestkosten erkennen
Prüft Angebote besonders auf Mindestumsatz und Mindestabnahme. Ein Mindestumsatz verpflichtet euch, beim Anbieter mindestens einen vereinbarten Betrag auszugeben. Bei einer Mindestabnahme berechnet der Anbieter eine bestimmte Zahl an Menüs oder Getränkepauschalen, auch wenn weniger Gäste teilnehmen.
Lasst euch schriftlich erklären, welche Speisen und Getränke auf den Mindestumsatz angerechnet werden. Fragt auch nach Gebühren für Raummiete, Service, Reinigung oder Technik. Erst dann seht ihr, ob weniger Gäste die Rechnung tatsächlich senken.
Ein Rechenbeispiel vergleichen
Die folgenden Zahlen sind frei gewählte Rechenannahmen, keine Marktpreise: 3.000 Euro feste Kosten, 100 Euro Verpflegung pro Person und zehn Prozent Reserve. Bei der Verpflegung zählen auch die zwei Personen des Hochzeitspaars mit.
| Gäste | Personen einschließlich Paar | Zwischensumme | Mit 10 % Reserve |
|---|---|---|---|
| 20 | 22 | 5.200 € | 5.720 € |
| 30 | 32 | 6.200 € | 6.820 € |
| 40 | 42 | 7.200 € | 7.920 € |
Mit jeder weiteren eingeladenen Person steigen in diesem Beispiel die Verpflegungskosten um 100 Euro. Die festen Kosten bleiben bei 3.000 Euro. Ersetzt diese Annahmen durch konkrete Angebote und berücksichtigt Mindestabnahmen so, wie sie im Vertrag stehen.
Eine passende Location finden
Die Location muss zu eurem Ablauf passen, nicht nur zur Gästezahl. Fragt getrennt ab, wie viele Personen an Tischen sitzen können, wie viel Platz für einen Stehempfang bleibt und welche Fläche Buffet, Servicewege und Tanzfläche beanspruchen. Klärt auch, ob das Hochzeitspaar in der genannten Kapazität mitgezählt wird.
Kapazität und Nutzung prüfen
Ein Raum für 20 bis 40 Personen eignet sich nicht für jede kleine Hochzeit. Die Orangerie im Gerber Park ist laut Bankettmappe vom März 2026 für 20 bis 42 Erwachsene ausgelegt; ein Buffet bietet sie erst ab 35 Personen an. Diese Vorgabe gilt nur bei diesem Anbieter und sollte im aktuellen Angebot bestätigt werden.
Auch Musik und Endzeit entscheiden darüber, ob die Location zu euren Plänen passt. Lenas am See nennt für 2026 und 2027 einen Saal für etwa 20 bis 50 Personen, erlaubt dort jedoch nur Hintergrundmusik und beendet Veranstaltungen um 23 Uhr. Wenn ihr tanzen möchtet, klärt vor der Buchung, ob eine Tanzfläche möglich ist, welche Lautstärke gilt und wie lange ihr feiern dürft. Für Feiern im Freien braucht ihr außerdem einen Innenraum oder einen anderen wetterfesten Plan für Regen und starke Sonne.
Die Besichtigung gezielt nutzen
Lasst euch vor Ort die geplante Bestuhlung zeigen. Prüft, ob Gäste, Kinderwagen und Servicepersonal ausreichend Platz haben und ob Wege zu Tischen, Buffet, Toiletten und Ausgängen frei bleiben. Achtet auf stufenlose Zugänge, barrierefreie Toiletten und darauf, ob alle eingeladenen Personen den Raum gut erreichen.
Fragt nach Mindestpersonenzahl und Mindestumsatz. Lasst euch auch erklären, welche Leistungen der Anbieter darauf anrechnet. Lasst euch Kosten für zusätzliche Personalstunden, Verlängerungen und die erlaubte Nutzungsdauer schriftlich nennen. Klärt außerdem, ob ihr den Raum exklusiv nutzt oder gleichzeitig andere Gäste und Veranstaltungen im Haus sind. Bei einer Außenfeier sollte vor der Buchung feststehen, wann und wohin die Gesellschaft bei schlechtem Wetter wechselt.
Das Standesamt rechtzeitig klären
Fragt das für eure Anmeldung zuständige Standesamt früh nach freien Terminen, erforderlichen Unterlagen und dem örtlichen Ablauf. Eine Terminreservierung ersetzt die Anmeldung der Eheschließung nicht. Das Standesamt teilt euch mit, wann es Reservierungen annimmt und wie die Anmeldung abläuft.
Nach erfolgreicher Anmeldung könnt ihr die Eheschließung auch bei einem anderen deutschen Standesamt durchführen lassen. Darauf weist auch die Hamburger Behördencheckliste hin.
Trauzeugen sind freiwillig. Nach § 1312 BGB können auf euren Wunsch ein oder zwei Zeugen bei der Eheschließung anwesend sein.
Anmeldung und Frist verstehen
Die Sechsmonatsfrist bestimmt nicht, wann ihr mit der Hochzeitsplanung beginnt. Sie gilt für die Prüfung durch das Standesamt: Stellt das Standesamt fest, dass die Voraussetzungen für die Eheschließung vorliegen, teilt es euch dies mit. Findet die Eheschließung nicht innerhalb von sechs Monaten nach dieser Mitteilung statt, müsst ihr sie erneut anmelden. Das Standesamt prüft die Voraussetzungen dann noch einmal (§ 13 Absatz 4 Personenstandsgesetz).
Bei einer früheren Ehe, ausländischer Staatsangehörigkeit oder anderen besonderen persönlichen Umständen braucht das Standesamt unter Umständen weitere Unterlagen. Klärt das vor verbindlichen Buchungen, besonders wenn Dokumente aus dem Ausland beschafft oder Reisen geplant werden müssen.
Trauraum und Feier trennen
Die Zahl der Plätze im Trauzimmer richtet sich nicht nach der Größe eurer Feierlocation. Fragt deshalb, ob die angegebene Kapazität nur Gäste zählt oder auch euch als Paar, Trauzeugen und weitere Beteiligte.
Soll die gesamte Gesellschaft bei der Trauung dabei sein, lasst euch die verfügbare Platzzahl und den Zugang zum Raum bestätigen. Nennt dabei auch Kinder, Begleitpersonen und notwendigen Assistenzbedarf.
Ablauf und Essen abstimmen
Entscheidet zuerst, ob gemeinsames Essen und Gespräche im Mittelpunkt stehen oder ob ihr später tanzen möchtet. Diese Entscheidung bestimmt Essenszeiten, Raumaufteilung und die Anforderungen an die Location. Prüft im Vertrag, ob Musik und Tanz erlaubt sind und bis wann ihr feiern dürft.
Eine kompakte Tageshochzeit kann Trauung, Empfang, Mittagessen und Kaffee verbinden und mit einem klaren Abschluss enden. Für eine Abendhochzeit passen eine Trauung am Nachmittag, ein Empfang, Abendessen und anschließend Musik. Plant zwischen den Programmpunkten genügend Zeit ein, damit Gäste ankommen, Gespräche führen und den Raum wechseln können.
Menü oder Buffet wählen
Fragt für eure Gästezahl, welche Essensformen die Location oder das Catering anbietet und was im Preis enthalten ist. Dazu gehören etwa Servicepersonal, Geschirr und Aufbau. Manche Locations bieten einzelne Formate erst ab einer bestimmten Gästezahl an.
Gebt vegetarische und vegane Wünsche, Allergien und Unverträglichkeiten frühzeitig an. Klärt außerdem Kinderessen und die Verpflegung von Dienstleistenden. Organisiert ihr das Essen selbst, legt fest, wer Speisen transportiert, kühlt, warm hält, ausgibt und Reste mitnimmt oder entsorgt.
Haltet selbst organisierte warme Speisen bis zum Verzehr überall bei mindestens 60 °C. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt diese Temperatur, um lebensmittelbedingten Erkrankungen vorzubeugen. Die Empfehlung richtet sich an Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung und gilt nicht speziell für Hochzeiten. Beachtet zusätzlich die Vorgaben der Location.
Bedürfnisse früh berücksichtigen
Fragt bereits mit der Rückmeldung zur Einladung, ob Gäste Unterstützung brauchen, etwa einen stufenlos erreichbaren Sitzplatz, Hilfe an Treppen oder einen Platz nahe einer geeigneten Toilette. Nach Diagnosen müsst ihr nicht fragen. Eine frühe Abfrage gibt euch Zeit, die Anforderungen mit der Location zu klären. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit empfiehlt, Bedürfnisse bei Veranstaltungen frühzeitig zu ermitteln.
Kommt eine Assistenzperson mit, braucht sie einen zusätzlichen Platz und Verpflegung. Dadurch können weitere Kosten entstehen.
Zugang und Unterstützung klären
Fragt die Location nach stufenlosen Wegen, geeigneten Toiletten und gut erreichbaren Sitzplätzen. Prüft auch, ob alle Gäste Buffet, Tische und Getränke ohne Hürden erreichen. Stimmt benötigte Unterstützung mit den betroffenen Gästen und der Location ab, damit Sitzordnung und Ablauf dazu passen.
Berücksichtigt bei der Planung sowohl den Zugang für alle Gäste als auch die Umweltwirkung. Eine gut erreichbare Location verkürzt Wege, ein passend großer Raum vermeidet unnötigen Energie- und Ausstattungsaufwand, und realistische Essensmengen verringern Lebensmittelreste. Legt vorab fest, wer übrig gebliebene Speisen mitnimmt oder weitergibt. Bezieht auch Übernachtungen und zusätzlich gemietete Ausstattung ein. Der Leitfaden für nachhaltige Veranstaltungen der Universität Münster bietet dafür Orientierung, richtet sich jedoch nicht speziell an Hochzeiten. Auch Anreise, Essen, Unterbringung und Ausstattung bestimmen die Umweltwirkung einer Feier.
Mit einem Zeitplan arbeiten
Plant vom Hochzeitstag rückwärts. Die folgenden Zeitfenster dienen als Orientierung und ersetzen weder die Vorgaben des zuständigen Standesamts noch die Termine in euren Verträgen.
Aufgaben nach Zeit ordnen
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Etwa sechs bis zwölf Monate vorher: Legt Gästezahl, Budget und Feierformat fest. Fragt beim Standesamt nach möglichen Terminen und benötigten Unterlagen. Holt Angebote von passenden Locations ein.
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Im Zeitraum, den das Standesamt vorsieht: Meldet die Eheschließung an und lasst die Unterlagen prüfen. Das zuständige Standesamt teilt euch mit, ab wann die Anmeldung möglich ist. Nach erfolgreicher Prüfung muss die Trauung innerhalb von sechs Monaten stattfinden. Andernfalls ist eine neue Anmeldung erforderlich. Eine Terminreservierung ersetzt die Anmeldung nicht.
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Etwa drei bis sechs Monate vorher: Verschickt die Einladungen und bittet um Rückmeldung zu Essenswünschen, Unterstützungsbedarf und Übernachtung. So bleibt Zeit, die Angaben mit Location und Dienstleistenden abzustimmen.
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Etwa vier bis acht Wochen vorher: Stimmt Menü, Tischstellung und Tagesablauf ab und bestimmt eine Ansprechperson, die am Hochzeitstag Fragen der Location oder anderer Dienstleistender klärt.
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Zum Meldetermin im Vertrag: Nennt die verbindliche Gästezahl und teilt Änderungen beim Essen oder besondere Anforderungen mit. Locations und Dienstleistende setzen unterschiedliche Fristen fest; maßgeblich ist der jeweilige Vertrag.
Fragt früh an, wenn ihr einen bestimmten Trautermin oder eine bestimmte Location möchtet. Setzt die Rückmeldefrist für Einladungen vor den vertraglichen Meldetermin. Dann könnt ihr fehlende Antworten nachfassen und die Gästezahl rechtzeitig prüfen.
Verträge, Musik und Lärm prüfen
Haltet vor der Buchung schriftlich fest, welche Räume ihr nutzt, ob sie euch allein zur Verfügung stehen und welche Leistungen im Preis enthalten sind. Lasst euch Bruttopreise, mögliche Zusatzkosten, die Höhe der Anzahlung und den Zahlungsplan nennen. Prüft auch Mindestabnahmen, den Termin für die verbindliche Gästezahl und die Kosten bei späteren Absagen.
Plant ihr eine Feier im Freien, legt den Ersatz bei schlechtem Wetter fest: Welcher Raum steht bereit, ab wann wird er genutzt und entstehen dafür zusätzliche Kosten?
Eine allgemeine Stornoquote oder Stornotabelle gibt es nicht. Maßgeblich sind die Bedingungen des jeweiligen Vertrags. Prüft vor der Unterschrift, was bei einer Absage, einer geringeren Gästezahl oder einer kurzfristigen Änderung berechnet wird.
Musik und Ruhezeiten klären
Bei einer privaten Feier mit persönlich eingeladenen Gästen fallen nach Angaben der GEMA keine GEMA-Gebühren für die Musikwiedergabe an. Entscheidend ist der private, klar abgegrenzte Teilnehmerkreis, nicht allein die Gästezahl. Ist die Veranstaltung öffentlich zugänglich oder der Kreis der Teilnehmenden nicht eindeutig begrenzt, solltet ihr die Musiknutzung gesondert klären.
GEMA-Gebühren und Lärmschutz betreffen verschiedene Fragen. Fragt die Location, ob Musik und Tanz erlaubt sind, bis wann Musik laufen darf und welche Lautstärke vereinbart ist. Klärt bei einer Feier im Freien außerdem, ob örtliche Auflagen gelten und wer bei Beschwerden aus der Nachbarschaft ansprechbar ist.
Lärmschutzregeln und Ausnahmegenehmigungen legt die zuständige Kommune fest. Die Stadt Erkner verlangt für einen solchen Antrag beispielsweise einen Vorlauf von zwei Wochen. Diese Frist gilt nur dort und nicht bundesweit.
Häufige Fragen
Was kostet eine kleine Hochzeit?
Für 20 bis 40 Gäste gibt es keinen verlässlichen Pauschalpreis. Die Kosten setzen sich aus festen Posten wie Raummiete, Musik oder Fotografie sowie Ausgaben pro Person für Essen, Getränke und Service zusammen. Mindestabnahmen und Mindestumsätze können die Rechnung erhöhen.
Vergleicht schriftliche Angebote und prüft, welche Leistungen enthalten sind. Klärt auch Zuschläge für längere Öffnungszeiten, Technik, Reinigung oder eine exklusive Raumnutzung.
Zählt das Hochzeitspaar zur Gästezahl?
Gebt bei Anfragen zunächst die Zahl der eingeladenen Gäste ohne euch als Paar an. Für Essen und Getränke plant ihr dagegen alle Anwesenden ein: Bei 30 Gästen benötigt ihr in der Regel 32 Essen.
Fragt Standesamt, Restaurant oder Location, ob die jeweilige Kapazitätsangabe das Paar bereits einschließt. Auch Kinder, Begleitpersonen und Personen mit notwendiger Assistenz brauchen Plätze und Verpflegung.
Brauchen wir Trauzeugen?
Nein. Bei einer standesamtlichen Eheschließung in Deutschland sind Trauzeugen freiwillig. Wenn ihr möchtet, können ein oder zwei Personen als Zeugen teilnehmen.
Können wir mit 30 Gästen in jedem Restaurant feiern?
Ein Restaurant braucht mehr als genügend Sitzplätze. Klärt vor der Buchung, ob ihr einen Raum exklusiv nutzt, ob Mindestumsatz oder Mindestabnahme gelten und bis wann Musik erlaubt ist.
Ein Raum für 30 Personen bietet nicht automatisch Platz für Sektempfang, Tanzfläche oder eine kleine Band. Haltet Leistungen, Preise und Einschränkungen schriftlich fest.
Ist eine kleine Hochzeit automatisch nachhaltiger?
Die Gästezahl allein bestimmt die Umweltwirkung nicht. Weite Anreisen, Übernachtungen, große Essensmengen, Einwegdekoration und übrig gebliebene Speisen erhöhen den Ressourcenverbrauch auch bei einer kleinen Feier.
Wählt eine gut erreichbare Location, bestellt passende Mengen und klärt, ob übrige Speisen mitgenommen oder weitergegeben werden können.
Kernaussagen
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Legt zuerst Gästekreis, Gesamtbudget und gewünschte Atmosphäre fest. Zählt die eingeladenen Gäste ohne das Hochzeitspaar und plant Essen sowie Getränke für alle tatsächlich anwesenden Personen.
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Berechnet feste Kosten, Verpflegung, Zusatzleistungen und eine Reserve getrennt. Prüft Mindestumsatz und Mindestabnahmen, denn weniger Gäste senken die Rechnung nicht automatisch.
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Prüft Trauort und Feierlocation unabhängig voneinander. Klärt Sitzplätze, Bewegungsflächen, Musik, Endzeit, Barrierefreiheit und eine Schlechtwetterlösung, bevor ihr verbindlich bucht.
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Haltet Fristen und Absprachen schriftlich fest. Fragt das Standesamt früh nach Anmeldung und Unterlagen, sammelt Rückmeldungen zu Essen und Unterstützungsbedarf und prüft Vertragsregeln für Gästezahl, Absagen und Zusatzkosten.
FAQ
Was kostet eine kleine Hochzeit mit 20 bis 40 Gästen?
Rechnet feste Kosten, Preise pro Person, Zusatzleistungen und eine Reserve getrennt. Vergleicht konkrete Angebote und achtet auf Mindestabnahmen oder Mindestumsätze.
Zählen wir als Hochzeitspaar zur Gästezahl?
Bei Anfragen nennt ihr meist die Zahl der eingeladenen Gäste ohne euch. Für Essen und Getränke rechnet ihr euch mit ein. Bei Trauräumen solltet ihr nachfragen, wie das Standesamt die Plätze zählt.
Wie begrenze ich die Gästeliste, ohne unnötig zu verletzen?
Einigt euch auf gemeinsame Kriterien wie persönliche Nähe oder regelmäßigen Kontakt und wendet sie auf beide Wunschlisten an. Legt vor dem Versand fest, ob Kinder und Begleitpersonen eingeladen sind, und nennt auf jeder Einladung eindeutig die eingeladenen Personen.
Wie finde ich einen passenden Raum für 30 Gäste?
Lasst euch die geplante Bestuhlung für 30 Gäste zeigen und prüft, ob zusätzlich Platz für Buffet, Servicewege oder Tanz bleibt. Fragt nach Mindestumsatz, Mindestzahl an Menüs und exklusiver Nutzung. Klärt auch, ob Tanz erlaubt ist, wann die Feier enden muss und welche Kosten für eine Verlängerung entstehen.
Was passiert, wenn weniger Gäste kommen als geplant?
Das regelt der Vertrag. Eine Location kann eine Mindestzahl an Menüs oder einen Mindestumsatz berechnen, auch wenn weniger Personen teilnehmen. Prüft deshalb die Frist für die endgültige Gästezahl und die Kosten bei späteren Absagen.
Wann müssen wir die Eheschließung anmelden?
Erfragt Verfahren und Terminvergabe frühzeitig beim zuständigen Standesamt, denn die örtlichen Abläufe unterscheiden sich. Liegen zwischen der positiven Prüfung der Ehevoraussetzungen und der Trauung mehr als sechs Monate, ist eine erneute Anmeldung mit Prüfung erforderlich.
Brauchen wir Trauzeugen?
Nein. Trauzeugen sind bei einer standesamtlichen Eheschließung in Deutschland freiwillig. Auf euren Wunsch können ein oder zwei Personen als Zeugen teilnehmen.
Was, wenn ein Gast Unterstützung oder einen barrierefreien Zugang braucht?
Fragt bei der Rückmeldung nach benötigter Unterstützung, ohne nach einer Diagnose zu fragen. Klärt mit der Location stufenlose Wege, geeignete Toiletten und gut erreichbare Sitzplätze. Berücksichtigt eine notwendige Assistenz auch bei Gästezahl und Essen.

