Dresscode für Trauzeugen und Brautjungfern abstimmen

Die Kleidung von Brautjungfern und Trauzeugen prägt das Hochzeitsfoto und den Gesamteindruck der Feier stärker als viele andere Details. Wirken die beiden Gruppen uneinheitlich, lenkt das vom Brautpaar ab und die Zeremonie verliert an Geschlossenheit.

Gute Abstimmung heißt: Farben und Stile passen zueinander, die Braut bleibt der Mittelpunkt. Dafür müssen nicht alle gleich aussehen. Der einfachste Weg ist ein gemeinsames Farbkonzept, das Sie früh mit der Braut besprechen, plus klare Stilregeln für beide Seiten.

Farbkonzept zuerst festlegen

Bevor Sie über Schnitte oder Accessoires nachdenken, sollten Sie die Farbwelt der Hochzeit bestimmen. Drei bis vier Farbtöne reichen aus, um Brautjungfern und Trauzeugen miteinander zu verbinden. Diese Farben leiten Sie am besten aus der Hochzeitsdekoration, dem Ort der Feier oder der Jahreszeit ab. Eine Sommerhochzeit im Garten verträgt frische Töne wie Salbeigrün oder Hellblau. Eine Winterfeier in einem Schloss harmoniert besser mit tiefem Bordeaux oder Dunkelgrün.

Sie haben dann zwei Grundoptionen: Beide Seiten tragen exakt dieselbe Farbe, oder Sie setzen auf einen komplementären Kontrast. Die exakt gleiche Farbe ist der sicherste Weg, weil sie sofort eine Einheit schafft. Der Kontrast wirkt moderner, verlangt aber mehr Fingerspitzengefühl. Wenn die Brautjungfern in einem warmen Roséton stehen, passen dazu Anzüge in einem kühlen Grau oder einem dunklen Petrol. Wichtig ist, dass sich die Farben ergänzen. Ein Farbkreis hilft, passende Kombinationen zu finden, ohne dass Sie sich auf ein bestimmtes System festlegen müssen.

Farbwahl mit der Braut abstimmen

Die Braut hat das letzte Wort. Ihr Kleid bestimmt, welche Farben überhaupt in Frage kommen. Ein reinweißes Kleid verträgt fast jede Farbe, ein champagnerfarbenes oder elfenbeinfarbenes Kleid reagiert empfindlicher auf grelle Töne. Deshalb ist das erste Gespräch über die Kleidung der Hochzeitsgesellschaft praktisch notwendig.

Sprechen Sie die Farbwahl früh an, am besten vier bis sechs Monate vor der Hochzeit. So bleibt genug Zeit, um Kleider und Anzüge zu finden, ohne in Zeitdruck zu geraten. Fragen Sie die Braut, welche Farben sie sich für ihre Begleitung vorstellt und ob sie bestimmte Töne ausschließen möchte. Manche Bräute haben eine klare Vorstellung, andere freuen sich über Vorschläge. Formulieren Sie Ihre Ideen in beiden Fällen als Vorschlag, nicht als Entscheidung. Wenn die Braut sich für eine Farbe entschieden hat, halten Sie sich daran, auch wenn Ihnen persönlich ein anderer Ton besser gefallen würde. Die Hochzeit ist ihr Tag, und die Abstimmung dient genau diesem Ziel.

Stilregeln für Brautjungfern und Trauzeugen

Sobald die Farben stehen, geht es um die konkrete Umsetzung. Die wichtigste Regel lautet: Die Brautjungfern und Trauzeugen sollen als Gruppe erkennbar sein, aber nicht uniform wirken. Das erreichen Sie, indem Sie eine Grundfarbe vorgeben und bei Schnitt und Länge Freiheiten lassen. Brautjungfern können unterschiedlich geschnittene Kleider in derselben Farbe tragen, Trauzeugen können zwischen Anzug, Sakko mit Chino oder einer Weste wählen. So sieht die Gruppe zusammengehörig aus, ohne dass jemand ein Kleidungsstück tragen muss, das ihm nicht steht.

Achten Sie außerdem auf die Stoffe. Im Sommer sind leichte Materialien wie Leinen oder Chiffon angenehmer, im Winter wärmere Stoffe wie Wolle oder Samt. Die Stoffwahl beeinflusst auch die Farbwirkung: Derselbe Blauton wirkt in Seide edler als in Baumwolle. Wenn Sie beiden Seiten denselben Farbton geben, aber unterschiedliche Stoffe verwenden, kann das zu leichten Farbabweichungen führen. Das ist kein Problem, solange die Abweichung dezent bleibt. Bei der Anprobe sollten Sie die Kleider und Anzüge nebeneinanderlegen, um sicherzugehen, dass die Töne zusammenpassen.

Ein weiterer Punkt sind die Accessoires. Schuhe, Gürtel, Krawatten oder Schmuck müssen nicht identisch sein, aber sie sollten zur Farbwelt passen. Eine goldene Krawatte neben silbernen Schuhen wirkt schnell unruhig. Legen Sie für Accessoires eine zweite Farbe aus dem Konzept fest, etwa ein neutrales Beige oder ein dunkles Anthrazit, und erlauben Sie nur diese Töne. Das hält das Bild ruhig, ohne dass Sie jedes Detail einzeln vorgeben müssen.