Gastgeschenke zur Hochzeit

Mit einem Gastgeschenk danken Sie Ihren Gästen fürs Kommen. Es liegt am Platz, wird während der Feier genutzt oder am Ende mitgenommen. Sie müssen keines vorbereiten: Ein persönlicher Dank oder ein gemeinsames Foto passt ebenso gut.

Legen Sie zuerst fest, wofür das Geschenk gedacht ist und wie viel Zeit und Geld Sie dafür einplanen. Wählen Sie etwas, das zu Ihren Gästen und zum Ablauf passt, statt ein aufwendiges Mitgebsel, das später ungenutzt bleibt.

Was soll das Geschenk leisten?

Soll das Geschenk zugleich als Platzkarte dienen, bietet sich ein Namensanhänger am Mitgebsel an. Prüfen Sie an einem fertig gedeckten Platz, ob der Name gut lesbar ist und das Geschenk genug Platz lässt. Wenn Sie die Aufmerksamkeiten erst am Ende der Feier verteilen, brauchen Sie einen gut sichtbaren Ablageort oder eine Person, die die Ausgabe übernimmt.

Wählen Sie das Geschenk passend dazu aus, wie es verwendet werden soll. Essbares wird während oder nach der Feier verbraucht. Saatgut braucht passende Pflanzbedingungen. Ein Stoffgeschenk sollte im Alltag nützlich sein. Überlegen Sie, was Ihre Gäste tatsächlich mitnehmen und verwenden können. Wenn Ihre Gäste unterschiedliche Vorlieben haben, passt eine einfache, neutrale Idee oft besser als ein sehr persönliches oder duftendes Geschenk.

Gastgeschenke nach Aufwand auswählen

Für wenig Bastelaufwand eignen sich Süßigkeiten, Pralinen oder Gebäck mit einem schlichten Papierband. Achten Sie darauf, dass die Verpackung den Transport übersteht und das Gebäck bis zur Feier frisch bleibt.

Marmelade, Kräutersalz, Gewürzmischungen und Sirup lassen sich mit einem Etikett persönlich gestalten. Kleine Tütchen mit Saatgut oder Samenpapier sind eine andere Möglichkeit. Legen Sie eine kurze Aussaatanleitung bei und wählen Sie Saatgut, das zur Jahreszeit und zu den örtlichen Pflanzbedingungen passt. Wählen Sie einheimische, insektenfreundliche Arten statt einer beliebigen Mischung.

Stoffservietten oder Taschentücher lassen sich wiederverwenden. Duftsäckchen sprechen dagegen nicht alle Gäste an. Wenn Sie sich dafür entscheiden, halten Sie den Duft zurückhaltend und bieten Sie eine neutrale Alternative an. Fertigen Sie von jeder selbst gemachten Idee zuerst ein Muster an. So sehen Sie rechtzeitig, ob Größe, Verpackung und Gestaltung passen.

Essbares sicher vorbereiten

Nennen Sie bei selbst gemachten Lebensmitteln die Zutaten auf einem Etikett und klären Sie vorab, wie das Produkt gelagert werden muss und wie lange es haltbar ist. Wenn Sie Alkohol verschenken, ist eine alkoholfreie Alternative eine gute Ergänzung. Honig ist für Säuglinge unter einem Jahr ungeeignet; berücksichtigen Sie das, wenn Kleinkinder eingeladen sind.

Bei selbst angesetztem Kräuteröl und Gemüse in Öl gelten besondere Vorsichtsregeln. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät davon ab, solche Produkte im Privathaushalt auf Vorrat herzustellen und zu lagern. Sie sollen gekühlt und spätestens am Tag nach der Herstellung verbraucht werden. Für Gastgeschenke, die Sie lange vor der Hochzeit vorbereiten möchten, ist diese Art von Mitgebsel daher ungeeignet. Wählen Sie stattdessen ein Produkt, dessen Lagerung und Haltbarkeit Sie sicher einschätzen können.

DIY-Kosten vollständig berechnen

Selbst machen ist nicht automatisch günstiger. Rechnen Sie Material, Gefäß oder Verpackung ein. Berücksichtigen Sie auch die Kosten für Etiketten und Versand. Planen Sie mögliche Fehlstücke ebenfalls ein. Auch Ihre Arbeitszeit gehört in die Planung, selbst wenn Sie dafür kein Geld ausgeben. Ein Musterstück zeigt, wie lange die Herstellung tatsächlich dauert und welche Kosten dabei entstehen.

Multiplizieren Sie für die Rechnung den Preis pro Geschenk mit der bestätigten Gästezahl. Addieren Sie dann die Kosten für Verpackung und Versand. Planen Sie außerdem eine Reserve für beschädigte oder misslungene Stücke ein. So vermeiden Sie, nur den Einkaufspreis des Inhalts zu betrachten. Pauschale Preisangaben pro Gast sind wenig verlässlich, weil Produkt, Personalisierung und Bestellmenge stark variieren.

Wann können Sie auf Verpackung oder Gastgeschenke verzichten?

Eine kleine Aufmerksamkeit braucht nicht viel Verpackung. Wenn Sie Gläser oder Tütchen wählen, reicht oft ein schlichtes Etikett statt zusätzlicher Bänder und Dekoration. Wiederverwendbare Gegenstände sind nur dann eine gute Wahl, wenn sie für die Gäste tatsächlich nützlich sind. Sie können auch regionale Produkte oder Lebensmittel auswählen, die zu Ihren Gästen passen.

Prüfen Sie ebenso, ob ein zusätzliches Produkt nötig ist. Der Leitfaden des Umweltbundesamts zur nachhaltigen Organisation von Veranstaltungen empfiehlt, Gastgeschenke als mögliche Quelle von Abfall grundsätzlich zu überdenken. Das ist eine Orientierung für Veranstaltungen allgemein, keine Vorschrift für Hochzeiten. Ein persönlicher Dank, ein gemeinsames Foto oder eine Spende sind mögliche Alternativen, wenn Sie Zeit, Budget oder Verpackung sparen möchten.

Herstellung und Ausgabe planen

Planen Sie Gastgeschenke meist als eine der letzten organisatorischen Aufgaben ein, etwa vier bis acht Wochen vor der Feier. Bei einem aufwendigen DIY-Projekt sollte das Muster früher fertig sein. Dann bleibt Zeit, Rezept, Beschriftung und Verpackung zu ändern, bevor Sie alle Stücke herstellen.

Legen Sie die endgültige Gästezahl fest, bevor Sie Material oder Lebensmittel in größerer Menge kaufen. Planen Sie außerdem, wo die Geschenke bis zur Hochzeit lagern und wie sie zum Veranstaltungsort kommen. Zerbrechliche Gläser, empfindliches Gebäck und Produkte mit besonderen Lagerbedingungen brauchen jeweils eine passende Transportlösung.