Günstige Hochzeitslocation finden

Bei der Hochzeitsplanung ist die Location meist der erste große Budgetposten. Die niedrigste Miete allein macht eine Location noch nicht günstig. Entscheidend sind die Kosten pro Gast. Dazu zählen Miete, Essen, Getränke und Nebenkosten. Ob ein Angebot günstig ist, hängt vor allem vom Modell ab, also davon, ob Sie Selbstversorgung oder Full Service wählen.

Was die Location wirklich kostet

Die Location ist meist der erste große und teuerste Buchungsposten. Sie bestimmt, wie viele Gäste Platz finden und ob der Caterer frei wählbar ist. Auch ob Tische und Stühle schon da sind oder erst geliefert werden müssen, hängt von der Location ab. Die Miete ist nur ein Teil der Gesamtkosten, denn danach kommt noch einiges dazu.

Selbstversorgung oder Full Service

Bei Selbstversorger-Locations mieten Sie nur die Räume. Küche, Geschirr, Kühlung und Getränke organisieren Sie selbst, oder Sie stellen einen Foodtruck auf. Full-Service-Locations bieten das Catering gleich mit an, oft sind Paare daran gebunden. Der Mietpreis der Selbstversorger-Location ist meist niedriger. Dafür ist der Aufwand höher. Sie müssen klären, wer das Essen bringt, wo es gelagert wird und wer am Ende spült. Wenn Sie den Aufwand unterschätzen, zahlen Sie am Ende vielleicht mehr als im Full-Service-Paket. Die Kosten verteilen sich dann nur auf viele Einzelposten.

Vergleichen Sie neben dem Preis auch den Zeitaufwand und den Stress am Hochzeitstag. Eine Location, die Catering, Tische, Geschirr und Personal stellt, ist teurer, spart aber Planung. Eine Selbstversorger-Location lohnt sich vor allem dann, wenn Familie und Freunde beim Aufbau helfen und Sie die Logistik übernehmen können.

Mindestumsatz verstehen und einplanen

Bei Locations mit eigenem Catering ist die Miete oft niedrig, weil der Betreiber sein Geld über Essen und Getränke verdient. Statt einer hohen Miete steht dann ein Mindestumsatz im Vertrag. Das ist ein Betrag, den Ihre Rechnung für Speisen und Getränke erreichen muss. Bleibt die Rechnung darunter, zahlen Sie die Differenz. Meist ist der Mindestumsatz an das Catering der Location gebunden. Ein externer Caterer kommt dann nicht infrage.

Fragen Sie vor der Buchung nach der genauen Zahl und lassen Sie sie sich schriftlich geben. Klären Sie, ob der Betrag netto oder brutto ist und ob nur Speisen zählen oder auch Getränke. Rechnen Sie dann mit Ihrer Gästezahl durch, ob Sie den Betrag erreichen. Bei einer kleinen Feier zahlen Sie die fehlende Summe selbst. Der niedrige Mietpreis wird dann zur teuren Rechnung.

Nebenkosten, die den Mietpreis übersteigen

Was die Location am Ende kostet, hängt von mehr ab als vom Mietpreis. Bei Selbstversorger-Locations kommen auf die Miete noch Kühlung, Geschirr und Logistik. Sie müssen kalkulieren, wo das Essen bis zum Servieren gelagert wird und ob genug Geschirr da ist. Außerdem müssen Sie klären, wer es transportiert und abräumt. Bei Full-Service-Locations sollten Sie fragen, ob Tische, Stühle und Servicepersonal im Preis enthalten sind. Für die Endreinigung gilt dieselbe Frage, also ob sie enthalten ist oder extra berechnet wird. Lassen Sie sich ein Angebot mit allen Posten geben und vergleichen Sie die Gesamtsumme, nicht die Miete.

Kosten pro Gast senken

Am einfachsten sparen Sie bei der Gästezahl. Danach lohnt der Vergleich der Gesamtkosten pro Gast. Eine Location mit höherer Miete, aber günstigem Catering kann unterm Strich günstiger sein als eine mit niedriger Miete und hohem Mindestumsatz.

Fragen Sie nach Spielraum bei der Miete oder beim Mindestumsatz. Ob der Betreiber mitgeht, hängt von seiner Auslastung ab. Ein Versuch kostet nichts. Ein Buffet statt mehrerer Gänge senkt den Pro-Kopf-Preis. Bei Selbstversorger-Locations sparen Sie, wenn Sie Getränke selbst mitbringen. Ein Foodtruck ersetzt Küche und Servicepersonal für das Essen und macht die Location unabhängig von einer eigenen Küche.