Für eine individuell gestaltete Hochzeitstorte vom Konditor sollten Sie mit etwa 7 Euro pro Person rechnen. Bei 50 Gästen kostet die Torte rund 350 Euro. Lieferung, Dekoration und Extras kommen je nach Angebot hinzu.

Entscheidend sind vor allem die Zahl der benötigten Tortenstücke und der Aufwand für das Design. Konditoreien rechnen unterschiedlich: Manche verlangen einen Preis pro Stück, andere nennen einen Grundpreis für eine bestimmte Tortengröße.

Was eine Hochzeitstorte kostet

Eine Auswertung von Anbieterpreisen aus Deutschland zeigt für mehrstöckige Torten eine große Spanne: Die erfassten Preise lagen bei 3,50 bis 12,50 Euro pro Stück. Die Stichprobe ist nicht repräsentativ.

Ein Bericht von Bridebook nennt für Torten vom Konditor oder Tortendesigner durchschnittlich 420 Euro. Als grober Stückpreis werden ebenfalls rund 7 Euro pro Person genannt. Dieser Durchschnitt ist kein fester Marktpreis. Er sagt allein wenig darüber aus, wie groß die Torte ist und welche Leistungen dazugehören.

Gästezahl Grobe Rechnung mit 7 Euro pro Person

| 50 | etwa 350 Euro |

Die Rechnung dient nur zur ersten Budgetplanung. Der tatsächliche Preis hängt davon ab, wie viele servierfertige Stücke eingeplant sind und welche Leistungen das Angebot umfasst.

Prüfen Sie auch, worauf sich der Preis bezieht: Bridebook nennt im selben Bericht durchschnittlich 360 Euro für Torte und Nachspeise zusammen. Darin stecken auch Alternativen wie Dessertbuffets oder Cupcakes. Dieser Wert lässt sich daher nicht direkt mit dem Durchschnitt für eine Hochzeitstorte vom Konditor vergleichen.

Wofür Sie mehr bezahlen

Eine größere Torte braucht mehr Zutaten und Arbeitszeit. Bei mehrstöckigen Torten kommen je nach Aufbau außerdem Stabilisierung, sorgfältiger Transport und gegebenenfalls der Aufbau vor Ort hinzu. Fragen Sie deshalb nicht nur, wie viele Etagen die Torte hat, sondern auch, wie viele Stücke sich daraus servieren lassen.

Auch das Design beeinflusst den Preis. Eine schlichte Torte kostet weniger Aufwand als eine Maßanfertigung. Dafür können besondere Formen und aufwendige Oberflächen dazukommen; auch handgefertigte Zuckerblumen erhöhen den Aufwand. Frische Früchte und besondere Zutaten können ebenfalls eine Rolle spielen; ein allgemein üblicher Aufpreis dafür lässt sich nicht pauschal beziffern.

Der Grundpreis umfasst nicht immer die gesamte Leistung. Manche Konditoreien berechnen Dekoration, Blumen, Tortenständer, Cake-Topper, Lieferung oder Aufbau gesondert. Prüfen Sie außerdem, ob ein ausgewiesener Preis bereits die Umsatzsteuer enthält. Einzelne Preislisten nennen Nettopreise oder nur einen Einstiegspreis.

Angebote richtig vergleichen

Vergleichen Sie zuerst die Stückzahl und Portionsgröße. Konditoreien verwenden „Portion“ und „Tortenstück“ nicht einheitlich. Ein Angebot für 50 Portionen ist deshalb nicht automatisch mit einem Angebot für 50 Tortenstücke gleichzusetzen.

Geben Sie jeder Konditorei dieselben Angaben und bitten Sie um den Gesamtpreis. Klären Sie dabei kurz:

  • Wie viele servierfertige Stücke sind enthalten?
  • Sind Dekoration, Lieferung und Aufbau im Preis enthalten?
  • Werden Tortenständer oder weitere Mietartikel berechnet?
  • Ist der genannte Preis brutto, also einschließlich Umsatzsteuer?
  • Welche Zusatzkosten entstehen bei besonderen Zutaten oder Gestaltungswünschen?

So sehen Sie, ob ein günstiger Grundpreis am Ende tatsächlich günstiger ist. Für 50 Gäste können Sie zunächst rund 350 Euro für die Torte selbst ansetzen und das Budget anschließend anhand der konkreten Angebote anpassen.