Hochzeitszeitplan

Bei der Hochzeitsvorbereitung verlieren Sie ohne festen Plan schnell den Überblick. Ein Zeitplan stellt sicher, dass Sie Entscheidungen rechtzeitig treffen und gesetzliche Fristen einhalten. Die Planung hat vier Phasen: zwölf Monate vorher beginnen Sie mit den Grundlagen, neun bis fünf Monate vorher buchen Sie die Dienstleister, drei bis vier Monate vorher regeln Sie Details, vier bis acht Wochen vorher folgt der Endspurt.

Zwölf Monate vorher: Grundlagen und Termin

Die erste Phase legt das Fundament. Sie bestimmen das Datum, die grobe Gästezahl und das Budget. Sammeln Sie zuerst Inspiration und erstellen Sie ein Stimmungsbild, also eine Sammlung von Bildern, Farben und Stilen, die Ihnen gefallen. Daraus entwickeln Sie später das Farbkonzept für Dekoration, Papeterie und Blumen.

Parallel klären Sie die rechtlichen Grundlagen. Für die standesamtliche Trauung benötigen Sie einen Termin beim Standesamt des Ortes, an dem Sie heiraten möchten. Die Eheschließung melden Sie persönlich bei dem Standesamt an, das für einen der beiden Wohnorte zuständig ist. Die genauen Fristen und benötigten Unterlagen erfragen Sie direkt beim jeweiligen Standesamt, da sie sich unterscheiden. Beliebte Termine, besonders im Sommer und an Samstagen, sind früh ausgebucht.

In dieser Phase entscheiden Sie auch, ob Sie einen Ehevertrag möchten. Dafür müssen Sie einen Notar aufsuchen. Der Notar berät Sie zu Güterstand, Unterhalt und Versorgungsausgleich und beurkundet den Vertrag. Ohne Ehevertrag gilt automatisch die Zugewinngemeinschaft. Treffen Sie diese Entscheidung bewusst, denn der Vertrag lässt sich später nur mit notarieller Beurkundung ändern.

Neun bis fünf Monate vorher: Dienstleister buchen

Sobald Datum und Ort feststehen, buchen Sie die wichtigsten Dienstleister. Dazu gehören die Location für die Feier, der Caterer, der Fotograf, die Musiker oder DJ und gegebenenfalls der Blumenschmuck. Beliebte Anbieter sind besonders in der Hochzeitssaison früh ausgebucht. Vergleichen Sie daher früh und unterschreiben Sie die Verträge.

Achten Sie bei den Verträgen auf Stornofristen. Viele Dienstleister verlangen eine Anzahlung und legen fest, bis wann Sie kostenlos stornieren können. Diese Fristen stehen im Vertrag und unterscheiden sich je nach Anbieter. Notieren Sie sich die Termine, damit Sie nicht versehentlich Geld verlieren, falls sich Ihre Planung ändert.

In dieser Phase wählen Sie auch das Brautpaar-Outfit. Der erste Anprobe-Termin sollte früh liegen, denn Änderungen und Anpassungen brauchen Zeit. Gleiches gilt für die Trauringe: Bestellen Sie sie rechtzeitig, da die Anfertigung mehrere Wochen dauern kann.

Drei bis vier Monate vorher: Details und Anproben

Jetzt werden die Details konkret. Sie verschicken die Einladungen, planen die Sitzordnung und bestellen die Papeterie wie Menükarten und Dankeskarten. Legen Sie fest, wer die Trauzeugen sind, und klären Sie, welche Aufgaben sie am Hochzeitstag übernehmen.

Die zweite Anprobe für das Brautkleid und den Anzug findet in dieser Phase statt. Bringen Sie die passenden Schuhe und Unterwäsche mit, damit der Schneider die Länge korrekt anpassen kann. Wenn Sie eine Hochzeitsfrisur oder ein Make-up buchen, vereinbaren Sie jetzt die Termine und machen Sie bei Bedarf einen Probedurchlauf.

Planen Sie auch den Ablauf des Tages. Wer bringt die Blumen zur Location, wer kümmert sich um den Transport der Gäste, und wer ist Ansprechpartner für die Dienstleister? Diese Aufgaben verteilen Sie am besten auf vertraute Personen, damit Sie am Hochzeitstag selbst nichts organisieren müssen.

Vier bis acht Wochen vorher: Endspurt und Rechtliches

In den letzten Wochen vor der Hochzeit stehen die letzten organisatorischen Schritte an. Sie bestätigen die Teilnehmerzahl beim Caterer und der Location, erstellen den endgültigen Zeitplan für den Ablauf und klären Details wie Tischkarten und Gastgeschenke.

Gleichzeitig erledigen Sie die rechtlichen Formalitäten. Die standesamtliche Trauung setzt ein Aufgebot voraus, das heißt, das Standesamt prüft die Ehevoraussetzungen und veröffentlicht die beabsichtigte Eheschließung. Das Aufgebot bestellen Sie beim Standesamt, und die Frist zwischen Aufgebot und Trauung ist gesetzlich festgelegt. Fragen Sie frühzeitig nach, welche Unterlagen Sie einreichen müssen und wie lange die Bearbeitung dauert.

Auch das Finanzamt spielt eine Rolle. Nach der Hochzeit ändert sich Ihre Steuerklasse, wenn Sie beide berufstätig sind. Die neue Steuerklassenkombination beantragen Sie beim Finanzamt, in der Regel mit der Heiratsurkunde. Gleiches gilt für neue Ausweise: Wenn Sie nach der Hochzeit Ihren Namen ändern, benötigen Sie neue Personalausweise und Reisepässe. Die Beantragung dauert einige Wochen. Planen Sie das für die Zeit nach der Hochzeit ein.

Rechtliche Fristen: Was Sie nicht verpassen sollten

Einige rechtliche Punkte haben feste Fristen, die Sie nicht verpassen sollten. Die Eheschließung müssen Sie persönlich beim Standesamt anmelden, und die dafür benötigten Dokumente wie Geburtsurkunden und Meldebescheinigungen müssen gültig sein. Manche Urkunden haben eine begrenzte Gültigkeitsdauer. Beantragen Sie die Ausstellung daher früh.

Den Familiennamen bestimmen Sie bei der Eheschließung. Sie können den Geburtsnamen eines Partners als gemeinsamen Familiennamen wählen oder bei einem Doppelnamen bleiben. Diese Entscheidung geben Sie beim Standesamt an. Eine spätere Änderung ist nur mit bürokratischem Aufwand möglich.

Wenn Sie einen Ehevertrag schließen möchten, tun Sie das am besten vor der Hochzeit. Der Notar beurkundet den Vertrag, und die Kosten richten sich nach dem Vermögen. Eine nachträgliche Änderung ist möglich, aber mit zusätzlichen Kosten und Aufwand verbunden.