Menükarten zur Hochzeit gestalten und drucken

Menükarten zeigen den Gästen, welche Speisen sie erwartet, und schmücken die Tafel. Wer die Karten selbst gestaltet, spart Geld und stimmt sie genau auf das Farbkonzept der Feier ab.

Das richtige Layout wählen

Die Menükarte sollte auf einen Blick zeigen, was serviert wird. Üblich ist die Reihenfolge Vorspeise, Hauptgang, Nachspeise. Dazu kommen eventuell Getränkeempfehlungen oder ein Hinweis auf vegetarische Alternativen. Schreiben Sie die Speisen in der Reihenfolge, in der sie serviert werden, und halten Sie die Bezeichnungen kurz. Lange Beschreibungen bei einem mehrgängigen Menü wirken schnell überladen.

Achten Sie auf gut lesbare Schriftgrößen. Die Karte liegt auf dem Tisch, die Gäste lesen sie bei gedämpftem Licht. Eine zu kleine oder verschnörkelte Schrift macht das Lesen mühsam. Wählen Sie für die Speisen eine klare, serifenlose Schrift und für Überschriften oder die Namen des Brautpaars eine dekorative Schrift, die zum Stil der Feier passt. Zwei Schriften reichen völlig aus, mehr wirkt unruhig.

Der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund entscheidet über die Lesbarkeit. Dunkle Schrift auf hellem Papier funktioniert immer. Wenn Sie ein dunkles oder gemustertes Papier verwenden, prüfen Sie vor dem Druck, ob die Schrift noch deutlich erkennbar ist. Ein Probedruck zu Hause hilft, bevor Sie die gesamte Auflage bestellen.

Formate und Größen

Menükarten gibt es in vielen Formaten. Die Wahl hängt davon ab, wie viel Platz auf dem Tisch ist und wie die Karte präsentiert werden soll. Klassisch sind DIN-Formate im Hoch- oder Querformat, die sich aufstellen oder hinlegen lassen. Daneben bieten Druckereien quadratische Formate an, die modern wirken und sich gut für kurze Menüs eignen. Ein Anbieter wie viaprinto führt acht DIN-Formate in Hoch- und Querformat, fünf quadratische Formate sowie zwei weitere Formate im Programm.

Für ein dreigängiges Menü reicht eine kleine Karte im Format DIN A6 oder kleiner. Bei einem umfangreichen Menü mit Weinempfehlungen oder einer Begrüßung durch das Brautpaar bietet sich ein größeres Format an, das genug Platz für den Text hat. Bedenken Sie, dass die Karte auf dem Gedeck oder daneben liegen soll, ohne den Teller zu verdecken. Eine Karte, die größer als der Teller ist, stört beim Essen.

Papier und Druck wählen

Das Papier bestimmt den Eindruck der Karte. Leichtes Papier wirkt dünn und knickt schnell, schweres Papier fühlt sich hochwertig an und steht stabil auf dem Tisch. Die meisten Druckereien bieten Papierstärken in unterschiedlichen Grammaturen an, wahlweise matt oder glänzend. Für eine elegante Hochzeitstafel empfehlen sich matte Papiere, weil sie edler wirken und weniger spiegeln.

Zusätzlich lassen sich die Karten veredeln. UV-Lack schützt die Oberfläche und verleiht ihr einen dezenten Glanz, Zellophanierung macht die Karte widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit und Fingerabdrücke. Wenn Sie die Karten als Platzkarten mit Gastnamen verwenden, ist eine robuste Oberfläche sinnvoll, weil die Karten häufiger angefasst werden. Einige Anbieter drucken bis zu drei Perforationslinien ein, sodass Sie die Karte als Einladung, Menükarte und Platzkarte in einem Stück nutzen können. Banderolen, also umlaufende Papierbänder, gibt es in Mengen von 25, 50 oder 100 Stück und eignen sich, um die Karte zu verschließen oder mit einem Namen zu versehen.

Vor der Bestellung sollten Sie die Angebote verschiedener Druckereien vergleichen. Die genannten Optionen stammen aus dem Sortiment von viaprinto, andere Anbieter haben ähnliche, aber nicht identische Auswahlmöglichkeiten. Prüfen Sie außerdem, ob der Dienstleister zuverlässig arbeitet. viaprinto gehört nicht mehr zur CEWE-Gruppe. Für die Bestellung spielt das keine Rolle, aber es kann ein Grund sein, die Bewertungen des Anbieters zu prüfen.

Menükarten selbst basteln und gestalten

Wer Zeit und Lust hat, kann die Menükarten komplett selbst herstellen. Viele Druckereien und Bastelportale bieten Vorlagen an, in denen Sie Texte ändern, Farben und Schriften anpassen und die Karten anschließend zu Hause oder professionell drucken lassen. Das spart Kosten und ermöglicht eine individuelle Gestaltung, die exakt zum Motto der Hochzeit passt.

Eine beliebte Variante ist die Kombination aus Menükarte und Platzkarte. Statt zwei Karten pro Gast zu drucken, schreiben Sie den Namen des Gastes auf die Vorderseite und das Menü auf die Rückseite. So hat jeder Gast seine eigene Karte, die gleichzeitig seinen Platz markiert. Das reduziert den Aufwand und sieht auf der Tafel aufgeräumt aus.

Für das Basteln zu Hause eignen sich fester Karton und ein Drucker mit guter Auflösung. Schneiden Sie die Karten mit einem Cutter oder einer Papierschneidemaschine auf das gewünschte Format, und falten Sie sie, falls sie aufgestellt werden sollen. Achten Sie darauf, dass die Druckfarben wasserfest sind, damit Flecken von Getränken oder Speisen den Karten nichts anhaben. Ein Laminiergerät oder eine Klarsichthülle schützt die Karten zusätzlich, wirkt aber weniger edel als eine professionelle Veredelung.

Abstimmung mit der Tischdeko

Die Menükarten sollten sich in das Gesamtbild der Tischdeko einfügen, ohne unterzugehen. Wählen Sie Farben, die zur Tischwäsche, den Blumen und dem Geschirr passen. Wenn die Tischdeko in gedeckten Tönen gehalten ist, darf die Karte einen dezenten Farbakzent setzen. Bei einer farbenfrohen Tafel wirken schlichte Karten in Weiß oder Creme besser.

Auch das Material der Karte sollte zur übrigen Deko passen. Auf einer rustikalen Tafel mit Holzelementen wirken naturfarbene Karten aus Recyclingpapier stimmig, während eine glamouröse Feier mit Kerzen und Kristall eher glänzende oder mit Folie veredelte Karten verträgt. Die Platzierung ist ebenso wichtig: Legen Sie die Karte auf den Teller oder stellen Sie sie neben das Gedeck, sodass sie die Sicht auf die Speisen nicht verdeckt. Eine aufgestellte Karte in einem Halter aus Draht oder Holz ist gut sichtbar und lässt sich nach dem Essen leicht entfernen.

Wenn Sie die Karten mit anderen Deko-Elementen wie Tischnummern oder Gastgeschenken kombinieren, achten Sie auf eine einheitliche Gestaltung. Wiederkehrende Schriftarten, Farben oder Muster schaffen einen roten Faden über alle Tische hinweg. So wirkt die Hochzeitstafel wie aus einem Guss, ohne dass jedes Detail gleich aussieht.