Hochzeit im Ausland

Heiraten im Ausland

Die Hochzeit im Ausland zu feiern, entscheiden Verlobte aus vielerlei Beweggründen. Manche Paare möchten an ihrem Lieblingsstrand, in ihrer Kennenlernstadt oder im Heimatland des einen Partners heiraten. Andere wollen Heirat und Honeymoon kombinieren und verfrachten deshalb die Hochzeitsgesellschaft in die Karibik oder in ein österreichisches Alpental, um just nach der Feier in den Wellness- und Spabereich einzuchecken. Auch ein einzigartiges Gotteshaus wie die Sagrada Familia in Barcelona, der Straßburger Münster, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende, norwegische Stabkirche Heddal oder der Petersdom in Rom sind Grund genug, sich für das Heiraten im Ausland zu entscheiden. Auch kann das Klima eine Rolle spielen.

Wer gerne unter freiem Himmel feiern möchte, hat auf Hawaii, in der sonnigen Toskana oder auf den spanischen Kanaren höhere Chancen, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Auch in Sachen Kleidung geht es dort luftiger zu. Gerade Paaren, die keine schweren Roben tragen möchten, kommt dieser Umstand sehr entgegen.

Hochzeit planen

Des weiteren entscheiden sich viele im Ausland heiratende Paare damit ganz bewusst gegen die Anwesenheit der Familie. Große Feiern mit sämtlichen Verwandten und Freunden erfreuen nicht jeden und so vermag eine Hochzeit fernab der Heimat von der Pflicht zu entbinden, nervige Onkeln, Kollegen oder Nachbarn einzuladen. Die Zweisamkeit genießen und sich nicht von aufdringlichen Schwiegereltern vorschreiben lassen müssen, wer auf der Gästeliste zu stehen und wie genau die Trauung auszusehen hat. Weil es für die meisten nahen Verwandten schwer zu verstehen sein wird, warum Sie Ihre Hochzeit im Ausland feiern wollen, sollten Sie behut- und einfühlsam vorgehen. Lebensträume, die man sich verwirklichen will und die auch emotionalisiert als solche verkauft werden, treffen aber in der Regel auf Verständnis. Es kann sich ja auf die Möglichkeit eingelassen werden, eine Hochzeitsnachfeier zu veranstalten, wenn man wieder von den Seychellen oder aus Bali zurück ist.

Hochzeit im Ausland
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Die Hochzeit im Ausland zu feiern, entscheiden Verlobte aus vielerlei Beweggründen.

Prinzipiell darf man in jedem Land heiraten. Allerdings sind die Formalitäten nicht überall auf der Welt gleich und so wird es außerhalb Deutschlands beziehungsweise jenseits der EU-Grenzen zunehmend komplizierter mit der Eheschließung. Möglich ist es jedoch. Weil jeder Nationalstaat eigene Regeln vorgibt und die Bundesrepublik Deutschland mit anderen Ländern unterschiedlich innige diplomatische Beziehungen pflegt, kann man allerdings keine Pauschalisierungen vornehmen. Doch nicht nur vor der Eheschließung gilt es einiges zu beachten. Damit die Heirat in Deutschland anschließend auch anerkannt wird, müssen die Vorschriften für eine Zivilehe, die das jeweilige Reiseland festlegt, exakt eingehalten worden sein.

Unerlässliche Dokumente

Obwohl jeder Staat andere Ehestandsgesetze besitzt, werden einige Dokumente beinahe überall auf dem Globus zur Vorlage auf dem Standesamt verlangt. Ohne Personalausweis dürfen Sie auch in Deutschland nicht zur Trauung antreten. Je nachdem in welchem Land die Hochzeit stattfinden soll, braucht es deshalb mindestens einen Personalausweis, außerhalb der EU erwartet man sogar einen gültigen Reisepass von Ihnen. Auch die Geburtsurkunden beider Verlobten sind unerlässlich. War einer der Partner bereits verheiratet, ist zur Hochzeit im Ausland die vormalige Heiratsurkunde mit der Bescheinigung über die Scheidung mitzuführen. Wer nicht beweisen kann, dass er geschieden ist, muss sich auf langwierige Diskussionen einstellen. Ähnlich verhält es sich auch bei verwitweten Personen. Die Sterbeurkunde des verstorbenen Ehemanns, der verstorbenen Ehefrau gehört unbedingt in die Dokumentenmappe.

Weil all jene Urkunden in deutscher Sprache verfasst sind, akzeptieren manche Ämter sie nicht. Bestenfalls erkundigt sich das Brautpaar, ob den ausländischen Behörden eine beglaubigte Übersetzung in der Landessprache vorgelegt werden muss oder ob ein ebensolches Dokument in englischer Sprache ausreicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt sich mit der Botschaft Paraguays, Frankreichs oder Indonesiens in Verbindung und lässt die Dokumente dort übersetzen. Auch das Auswärtige Amt unterstützt bei der Hochzeitsplanung und hält eine Broschüre mit den aktuell genauen Vorgaben der jeweiligen Destination bereit.

Zwar verlangen die Auslandsvertretungen eine Gebühr für die Übersetzung und Beglaubigung jedes Dokuments, dafür kann es mit ihrer Hilfe nicht passieren, dass Sie eine wichtige Formalität vergessen. Botschaften kennen die Bestimmungen ihrer Heimatländer schließlich ganz genau. Der Stempel einer Auslandsvertretung beschleunigt nicht selten die Anmeldung zur Heirat und zeigt den Behörden in Südafrika, Brasilien oder auf den Malediven, dass das Paar sich diesen Schritt reiflich überlegt hat und es mit der Eheschließung im Ausland Ernst meint. Wer sich lästige Behördengänge ersparen aber dennoch nicht auf eine exotische Hochzeitslocation verzichten will, entscheidet sich für ein Überseegebiet, dass Teil eines EU-Staates ist. Französisch-Guyana, Neukaledonien und die wunderhübsche Trauminsel Martinique gehören allesamt zu Frankreich und somit gelten dort die gleichen gesetzlichen Vorschriften für angehende Eheleute wie im europäischen Mutterland.

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